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August 17, 2026

Instagrams „saubereres“ Logo wird als „Instagzam“ gelesen

Instagrams erste Wortbildmarken-Überarbeitung seit einem Jahrzehnt wurde als moderne Auffrischung präsentiert. Kritiker sehen stattdessen eine schwerer lesbare Hybrid-Schriftart, die den Charme des alten Logos verliert und an KI-generiertes Kauderwelsch erinnert.

Instagram wollte eine vertraute Signatur modernisieren. Stattdessen hat seine erste Überarbeitung der Wortbildmarke seit einem Jahrzehnt dazu geführt, dass Nutzer die Augen zusammenkneifen bei etwas, das viele beharren, als „Instagzam“ zu lesen.

Das Redesign ersetzt die langjährige geschwungene Schrift der Plattform durch eine Mischung aus Druck- und Schreibschrift. Instagram-Chef Adam Mosseri sagte, die alte Wortmarke „hatte sich in 10 Jahren nicht verändert“ und nannte die neue Version „cleaner und moderner“, während er argumentierte, sie behalte Verweise auf die „Schlichtheit und Handwerkskunst“ des Originals bei.

Doch die unmittelbare Reaktion hat das Risiko offengelegt, an einem Logo herumzudoktern, das Menschen auf einen Blick wiedererkennen. Kommentatoren auf Instagram und Threads konzentrierten sich schnell auf die mehrdeutigen Buchstaben, insbesondere die Gestaltung des „r“, und einige beklagten das Verschwinden des inzwischen ikonischen Schreibschrift-Stils. The Verge beschrieb das Update als eine „seltsame Mischung aus halb Schreibschrift, halb Druckschrift“, die „irgendwie weniger lesbar ist als ihr Vorgänger“.

Die Kritik spitzte sich zu einer grundsätzlicheren Beschwerde über zeitgenössisches Tech-Branding zu. Eine Einschätzung des Launches argumentierte, dass „cleaner und moderner“ allzu oft bedeute, ein Logo sei „langweiliger und ähnlicher wie das Branding aller anderen geworden“. Mosseri schien den Gegenwind erwartet zu haben und postete die Änderung auf Threads, um zu sehen, wie die „hot takes wohl ausfallen würden“.

Eine zweite Kritik rahmte die Wortmarke als unbeabsichtigtes Emblem des KI-Zeitalters. Ars Technica sagte, seine erste Reaktion sei gewesen: „Warum steht da Instagzam?“ Das Medium betonte, man behaupte nicht, Instagram habe KI für das Design eingesetzt. Vielmehr wurde argumentiert, dass die unbeholfenen Buchstabenformen, Abstände und abgeschnittenen Formen dem nahezu echten Text ähneln, der häufig in generierten Bildern auftaucht.

Diese Unterscheidung steht im Zentrum des Gegenwinds: Instagram bezeichnet die Änderung als sorgfältige Rückkehr zu seinen Wurzeln, während Kritiker eine polierte, unternehmenshafte Auffrischung sehen, die unmittelbare Wiedererkennbarkeit gegen Verwirrung eingetauscht hat. Als funktionale Wortmarke, so das Fazit von Ars Technica, habe sie „Probleme mit der Lesbarkeit und Identität“.