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August 19, 2026
Instagrams „modernes“ neues Wortbild wird als „Instagzam“ gelesen
Instagrams erste Überarbeitung des Wortbildes seit einem Jahrzehnt sollte die Marke schärfen. Stattdessen hat die stilisierte Schrift die Nutzer in jene gespalten, die eine Auffrischung begrüßen, und Kritiker, die darin ein unbeholfenes, KI-typisches Lesbarkeitsversagen sehen.
Instagram wollte für das neue Jahrzehnt ein aufgeräumteres Gesicht. Stattdessen hat ein einziger Buchstabe eine routinemäßige Markenauffrischung in ein Referendum darüber verwandelt, ob modernes Design noch lesbar sein kann.
Die Wurzeln der Veränderung reichen zurück bis 2016, als Instagram sein altes braunes Kamera-Icon gegen den pink-orangefarbenen Verlauf tauschte, der die App bis heute prägt. Das Wortlogo blieb jedoch ein Jahrzehnt lang weitgehend unangetastet. Am Donnerstag stellte das Unternehmen ein neues Wortbild vor und argumentierte, dass die alte Version allmählich altbacken wirkte.1
Instagram-Chef Adam Mosseri stellte das Update als notwendige Auffrischung dar: „Cleaner und moderner, mit Anklängen an das Original und an die Einfachheit und Handwerkskunst, die Instagram schon immer ausgezeichnet haben.“2 Das Redesign behält die von Schreibschrift inspirierten Kurven beim „s“, „r“ und „g“ bei, verschiebt sich aber hin zu einem schärferen Hybrid aus Druck- und Schreibschrift.
Genau dieser Kompromiss ist der Ausgangspunkt für den Gegenwind. Kritiker sagen, das überarbeitete „r“ werde als „z“ gelesen, was sofort zu der viel wiederholten Frage geführt habe: Steht da „Instagzam“? Eine Einschätzung des Rollouts bezeichnete die halb-schreibschriftliche, halb-druckschriftliche Gestaltung als „irgendwie weniger gut lesbar als ihr Vorgänger“ und merkte an, dass die Reaktionen von Nostalgie für das frühere Wortbild bis zu Lob reichten, das oft wie von Bots verfasst wirkte.3
Die wohlwollendere Sichtweise lautet, dass Instagram als Name zu vertraut ist, als dass ein stilisierter Buchstabe echte Verwirrung stiften könnte. Befürworter nennen die Schrift frischer, und die Erklärung des Unternehmens deutet ihre altmodischen Verzierungen als Verbindung zur früheren Identität.1
Die schärfste Kritik geht jedoch über ein fehlgeformtes Zeichen hinaus. Eine weitere Einschätzung argumentiert, das Logo erinnere an den fast echten Text, den Bildmodelle erzeugen: „Als funktionales Textelement, finde ich, macht das neue Wortbild keinen besonders guten Job. Es hat Probleme mit Lesbarkeit und Identität.“4 Für Instagram ist ein Design, das eigentlich Schliff signalisieren sollte, stattdessen zu einem Sinnbild jener KI-Matsch-Ästhetik geworden, von der das Unternehmen gar nicht behauptet hat, sie einzusetzen.