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August 20, 2026

Google lässt Gemini seine Wasserzeichen verbergen, aber nicht seine KI-Spuren

Google macht sichtbare KI‑Hinweise in von Gemini generierten Medien optional, behält aber unsichtbare SynthID‑Marker und C2PA‑Metadaten bei. Der Schritt soll kreativen Einsatz erleichtern, ohne die Nachverfolgbarkeit aufzugeben.

Google lockert die offensichtlichste Kennzeichnung für von Gemini erstellte Medien und setzt darauf, dass versteckte Herkunftswerkzeuge die Vertrauenslast tragen können. Die Änderung bringt kreative Flexibilität und öffentliche Transparenz auf Kollisionskurs.

Am Freitag teilte Google mit, dass Nutzer sichtbare Wasserzeichen aus KI-generierten Bildern, Videos und Musik, die mit seinen Tools erstellt wurden, entfernen können. Die Änderung umfasst die Modelle Nano Banana, Omni und Lyria und wird in Gemini und Googles Flow-Videoeditor verfügbar sein; Unterstützung in der Suche soll folgen.

Der Schritt spiegelt eine praktische Beschwerde von Kreativen wider: Auffällige Markierungen können den professionellen oder künstlerischen Nutzen eines ansonsten brauchbaren Bildes, Clips oder Songs einschränken. Doch Google gibt die Kennzeichnung nicht vollständig auf. Das sichtbare Label kann nach Ermessen des Nutzers verschwinden, während unsichtbare SynthID-Wasserzeichen und C2PA-bezogene Metadaten im Material eingebettet bleiben. So argumentiert Google, man könne eine Möglichkeit erhalten, zu prüfen, ob Medien von KI generiert wurden, ohne jedes Ergebnis mit einem gut sichtbaren Abzeichen zu versehen.

Josh Woodward, Googles Vizepräsident für Gemini, bezeichnete die Änderung als Kompromiss: „Wir finden hier ein Gleichgewicht zwischen kreativer Kontrolle und Sicherheit.“ Er sagte, Nutzer könnten weiterhin Gemini oder die Suche verwenden, um festzustellen, ob ein Bild KI-generiert sei, da die unsichtbaren Marker und Metadaten erhalten blieben.

Die Einführung ist in den kommenden Tagen geplant. Sobald sie verfügbar ist, können Nutzer die sichtbare Markierung über Settings > Media Watermark ein- oder ausschalten. Außerdem veröffentlicht Google den Quellcode von Credentio, einer Bibliothek, mit der Entwickler lokale Validierung in ihre eigenen Apps einbauen können. Die Entscheidung folgt auf Anthropics umstrittene Bemühungen, von Claude generierte Texte und Dateien zur Einhaltung der EU-Vorschriften zu wasserzeichnen – ein weiteres Zeichen dafür, dass die Branche noch testet, wie sichtbar KI-Kennzeichnungen sein sollten.