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August 20, 2026
Bessents Rettungsversuch am Anleihemarkt prallt auf Amerikas 40-Billionen-Dollar-Realität
Finanzminister Scott Bessent setzt darauf, dass umfangreichere Rückkäufe langlaufender Anleihen und Wachstum die Anleger beruhigen können. Doch ein Markt, der sich auf steigende Schulden, Zinskosten und eine stark breit-basierte Kurzfristfinanzierung konzentriert, bleibt skeptisch.
Scott Bessent versucht, einen Anleihemarkt zu beruhigen, der Zusicherungen nicht mehr zum Nennwert nimmt. Größere Rückkäufe von Treasuries mögen die Handelsbelastungen verringern, aber sie löschen nicht die Schuldenarithmetik aus, die dahinter aufragt.
Der jüngste Schritt erfolgte, nachdem langlaufende Treasuries schwächer geworden waren: Das Finanzministerium erklärte, es werde die Käufe von länger laufenden Anleihen erhöhen – ein Versuch, einen Markt zu stabilisieren, in dem die Liquidität zunehmend Anlass zur Sorge gibt.1 Ab dem 9. September plante das Ministerium, die maximale Größe der Rückkaufgeschäfte im 10-bis-20-Jahres- und 20-bis-30-Jahres-Segment auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Operation zu verdoppeln, mit Spielraum nach oben.2
Bessents Argument ist, dass Anleger die zugrunde liegende Wirtschaft übersehen. Während die Bruttoschulden der USA die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten – nur fünf Monate nach dem Überschreiten von 39 Billionen – vertrat er die Ansicht, dass diese Schlagzeilenzahl nicht zur Obsession werden sollte. „An der Zahl von 40 Billionen ist nichts Magisches“, sagte er und beharrte darauf, dass die USA sich „da herauswachsen können“.2
Seine übergeordnete Botschaft ist, dass das heutige Defizit vorübergehende Faktoren und produktive Investitionen widerspiegelt: Zollerstattungen sollten auslaufen, während die sofortige steuerliche Abschreibung für Fabriken und Ausrüstung die künftige Steuerbasis erweitert. „Denken Sie daran wie an das Zurückziehen einer Schleuder“, sagte Bessent und prognostizierte, dass aufgestaute Investitionen sich in wirtschaftliche Dynamik verwandeln würden, sobald neue Anlagen eröffnet werden.2
Der Einwand des Marktes ist weniger philosophisch als mechanisch. Das Finanzministerium hat sich stark auf kurzfristige Bills gestützt, die derzeit billiger sind als 30-jährige Schulden, was Washington jedoch stärker exponiert, falls Inflation oder Zinsen steigen. Der eigene Beratungsausschuss des Finanzministeriums hat vor einer Finanzierungslücke von 1,45 Billionen US-Dollar im Haushaltsjahr 2027–28 bei den aktuellen Auktionsvolumina gewarnt, während die jährlichen Zinskosten bereits 1 Billion US-Dollar überschritten haben.2
Diese Skepsis trat schnell zutage: Eine anfängliche Rally nach der Rückkaufankündigung flaute teilweise ab und unterstrich die Auffassung der Anleger, dass Liquiditätsinstrumente kein Ersatz für fiskalische Disziplin sein können. Eine viel geteilte Kritik brachte den politischen Kontrast unverblümt auf den Punkt und sagte, die Staatsverschuldung sei trotz Donald Trumps Versprechen, sie zu senken, weiter gestiegen und auf dem Weg, ihren Höchststand aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs im Verhältnis zum BIP zu übertreffen.
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Bessent sagt, das Finanzministerium habe „einen großen Werkzeugkasten“.2 Anleiheinvestoren scheinen nach etwas Dauerhafterem zu verlangen: einem glaubwürdigen Pfad zur Finanzierung der wachsenden Verpflichtungen der Regierung.