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August 23, 2026

Die günstigsten Amazon-Geräte treffen die höchsten Aufschläge durch Speicherkosten

Amazon hat die Preise für Echo-, Kindle-, Fire-TV- und eero-Geräte erhöht und erklärt, dass die stark steigenden Speicher- und Lagerkosten nicht länger aufgefangen werden können. Am stärksten steigen die Preise bei den günstigen Geräten, die Amazons Ruf als Schnäppchenanbieter geprägt haben.

Amazon hat einen Großteil seines Gerätegeschäfts darauf aufgebaut, Gadgets so günstig zu machen, dass man sie ohne großes Nachdenken kaufen konnte. Jetzt, da die Speicherkosten steigen, bekommen genau diese Einstiegsangebote einige der kräftigsten Preisschübe ab.

Die Erhöhungen tauchten über Nacht bei Amazons Echo-, Kindle-, Fire-TV- und eero-Produktreihen auf und stellen das Unternehmen in eine Reihe mit anderen Technologiekonzernen, die eine weltweite Speicherknappheit an ihre Kunden weitergeben. Der Basis-Echo-Dot stieg von 49,99 $ auf 79,99 $ – ein Sprung von 60 % – während der Fire TV Stick 4K Max um mehr als 40 % auf 84,99 $ kletterte.

Amazons Erklärung ist eindeutig: Das Unternehmen sagt, der Unterhaltungselektroniksektor sei mit „deutlichen Steigerungen der Speicher- und Speicherkomponentenkosten“ konfrontiert und man habe die Preise erst angepasst, nachdem man diese „so lange wie möglich aufgefangen“ habe. Das Unternehmen betont, sein Bekenntnis zu erschwinglichen Produkten bleibe bestehen – auch wenn die Preisanpassungen besonders stark auf jenen Produkten lasten, die als günstige Einstiegspunkte in das Amazon-Ökosystem gedacht sind.

Der weitere Kontext lässt den Schritt weniger isoliert erscheinen, wenn auch nicht weniger heikel für einen Händler, der mit niedrigen Preisen gleichgesetzt wird. Eine Durchsicht der Änderungen ergab, dass der 16-GB-Kindle von 109,99 $ auf 149,99 $ stieg, der Kindle Paperwhite von 159,99 $ auf 199,99 $ kletterte und auch eero-Mesh-Netzwerksysteme teurer wurden. Ring-Kameras und -Türklingeln blieben dagegen verschont.

Der Druck hängt mit der Nachfrage nach KI-Rechenleistung zusammen, die das Angebot an Speicherchips in der gesamten Branche verknappt hat. Apple, Microsoft und PC-Hersteller haben ebenfalls Preise angehoben oder Konfigurationen geändert. Amazon selbst investiert massiv in die Rechenzentrums-Kapazitäten hinter seinen KI-Diensten: Andy Jassy sagte, das Unternehmen rechne in diesem Jahr mit Investitionsausgaben von 220 Milliarden Dollar, werde aber dennoch „nicht genug Kapazität haben, um die gesamte Nachfrage im Jahr 2026 zu bedienen“.

Das ergibt einen deutlichen Kontrast: Amazon investiert, um den KI-Boom zu bedienen, während Käufer mehr für die einfachen Geräte zahlen, die die Hardware des Unternehmens einst wie einen Spontankauf wirken ließen.