Story
August 24, 2026
Der KI-bedingte Speichermangel lässt Amazons günstige Geräte endlich teurer werden
Amazon hat die Preise für Echo-, Kindle-, Fire-TV- und eero-Geräte erhöht, nachdem das Unternehmen gestiegene Speicher- und Speicherkosten zunächst selbst abgefedert hatte. Der Schritt zeigt, wie die Nachfrage nach KI-Infrastruktur in den Consumer-Tech-Bereich übergreift und ein zentrales Versprechen günstiger Hardware aushöhlt.
Amazon hat einen Großteil seines Hardware-Rufs auf Geräten aufgebaut, die so günstig waren, dass sie zum Standard im Haushalt werden konnten. Jetzt zwingt der Hunger des KI-Booms nach Speicherchips das Unternehmen dazu, zu testen, wie viel von diesem Schnäppchenversprechen überleben kann.
Amazon hat über Nacht still und leise die Preise für mehrere hauseigene Geräte erhöht – von Echo-Lautsprechern und Kindles bis hin zu Fire-TV-Sticks und eero-Netzwerkgeräten. Der Basis-Echo-Dot stieg von 49,99 $ auf 79,99 $; ein Kindle mit 16 GB kletterte von 109,99 $ auf 149,99 $; und der eero Pro 7 verteuerte sich um 100 $ auf 799,99 $. Ring-Produkte blieben verschont.1
Die Erklärung des Unternehmens ist eindeutig: Die Komponenten kosten mehr, als Amazon noch bereit war zu schlucken. „Die Unterhaltungselektronikbranche sieht sich mit erheblichen Steigerungen bei den Kosten für Speicher- und Speicherkkomponenten konfrontiert“, sagte eine Amazon-Sprecherin und fügte hinzu, das Unternehmen habe die Preise erst angepasst, nachdem es die Erhöhungen „so lange wie möglich“ selbst ausgeglichen habe.1
Damit ist Amazon Teil eines sich ausweitenden Branchentrends und nicht nur ein einzelner Händler, der die Preisschilder anhebt. Apple hat die Preise für einige Macs und iPads erhöht, während Microsoft die Preise für Xbox-Konsolen angezogen und das 2-TB-Modell gestrichen hat. PC-Hersteller wie Dell, HP, Lenovo und Asus haben ebenfalls die Preise erhöht oder die Speicherausstattung reduziert, da KI-Rechenzentren um das Angebot konkurrieren.1
Die Spannung ist für Amazon besonders groß. Während Käufer mehr für seine Geräte zahlen, pumpt das Unternehmen Kapital in die Cloud-Infrastruktur, die die KI-Nachfrage antreibt. Vorstandschef Andy Jassy sagte, Amazon rechne in diesem Jahr mit Investitionsausgaben von 220 Milliarden US-Dollar, größtenteils für KI-Rechenzentren, und erwarte dennoch Kapazitätsengpässe bis 2027.1
Amazon sagt, dass es im Laufe des Jahres weiterhin Aktionen geben werde. Doch die Preiserhöhungen, die vor dem Herbst-Event für neue Geräte kommen, signalisieren, dass selbst das Unternehmen, das wie kaum ein anderes für niedrige Preise steht, Verbraucher nicht länger vollständig vor der wachsenden Hardware-Rechnung der KI schützen kann.1