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August 25, 2026
GrapheneOS verlässt endlich die Pixel-Reihe, doch Motorolas erste Geräte werden nicht günstig
GrapheneOS plant, ab 2027 Motorola-Smartphones zu unterstützen und beendet damit seine reine Pixel-Ära. Doch die datenschutzorientierte Software wird zunächst auf teuren Flaggschiffen und Foldables debütieren; günstige Modelle bleiben vorerst eine ferne Aussicht.
GrapheneOS steht kurz davor, seine lange Abhängigkeit von Google-Pixel-Smartphones zu beenden, doch sein Fluchtweg führt über Motorolas teuerste Hardware. Das Datenschutz-orientierte Android-Projekt zielt auf Flaggschiffe des Jahres 2027, nicht auf Schnäppchen-Smartphones.
Motorola und GrapheneOS kündigten ihre Sicherheitszusammenarbeit im März an und versprachen, „an der Stärkung der Smartphone-Sicherheit zu arbeiten“.1 Monatelang blieb die Partnerschaft jedoch weitgehend ohne praktische Details. GrapheneOS hat nun einen gestaffelten Plan skizziert: Offizielle Unterstützung soll 2027 mit einem klassischen Motorola-Flaggschiff beginnen, gefolgt vom Razr Fold und Razr Ultra. Wenn dieser Zeitplan hält, würde das Razr Ultra zum ersten Klapphandy werden, das offiziell vom Projekt unterstützt wird.2
Das Timing wird weniger von Marketing als von den ungewöhnlich strengen Sicherheitsanforderungen von GrapheneOS bestimmt. Die diesjährigen Motorola-Signature- und Razr-Modelle sollen zwar nah dran sein, es fehlt ihnen jedoch an ausgereiftem Hardware-Memory-Tagging und Secure-Element-Unterstützung. Das Projekt erwartet, dass die nächste Generation der Qualcomm-Snapdragon-8-Elite-Chips diese Lücke schließen wird.2
Diese technische Hürde bringt jedoch deutliche Nachteile für Verbraucher mit sich. GrapheneOS hat erklärt, dass seine ersten Motorola-Geräte „höherwertige Hardware als Pixels zu einem höheren Preis“ sein werden.2 Da Pixel-Flaggschiffe bereits bei rund 900 US-Dollar starten und an der Spitze auf etwa 1.300 US-Dollar steigen, könnten Motorolas unterstützte Modelle deutlich über 1.000 US-Dollar liegen.1 Foldables, die Motorolas jüngeres Premium-Portfolio dominieren, würden dieses Ergebnis noch wahrscheinlicher machen.
Günstigere Moto-G-Telefone sind nicht ausgeschlossen, stehen aber längst nicht vorne in der Warteschlange. Mittelklasse-Qualcomm-Chips benötigen stärkere Sicherheitsfunktionen, und Motorola müsste deutlich längere Software-Unterstützung bieten; das aktuelle Moto G Stylus verspricht lediglich zwei große Android-Upgrades und drei Jahre Sicherheitsupdates.2 Die Pixel-Unterstützung wird derweil fortgesetzt, auch wenn GrapheneOS erklärt, dass Änderungen an der Open-Source-Unterstützung von Android Pixels „schwerer richtig zu unterstützen als viele andere Geräte“ gemacht haben.2