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August 25, 2026

Claude Cowork hört auf, Nutzer:innen sich zu wiederholen zu lassen

Anthropic hat Claude‑Chat und Cowork‑Gedächtnis zusammengeführt und verspricht so einen nahtloseren Übergang von der Planung zur Ausführung, während die Speicherung sensibler Themen weiter unter der Kontrolle der Nutzer:innen bleibt.

Anthropic versucht, eines der vertrautesten Ärgernisse von KI-Assistenten zu beseitigen: ein und dasselbe Projekt zweimal erklären zu müssen. Das Claude-Cowork-Update gibt dem arbeitsorientierten Tool Zugriff auf das Gedächtnis, das bereits in normalen Claude-Chats aufgebaut wird.

Die am Dienstag angekündigte Änderung führt die zuvor getrennten Chat- und Cowork-Gedächtnissysteme zusammen. Das bedeutet, dass ein:e Nutzer:in, der oder die in Claudes Chat über eine Konferenz, die Teamstärke oder ein Projekt im Entwurf gesprochen hat, in Cowork wechseln kann, ohne den Kontext von Grund auf neu aufbauen zu müssen. Ein Bericht über den Rollout bezeichnete den alten Übergabeprozess als „unglaublich frustrierend“ und argumentierte, dass das Update Claude „wie einen durchgängigen Assistenten wirken lässt, statt wie zwei getrennte Produkte unter einem Dach“.

Das praktische Verkaufsargument ist Kontinuität: Recherche und Brainstorming können im Chat stattfinden und anschließend in eine Aktion wie das Verfassen eines Manager-Updates oder einer Konferenzagenda in Cowork übergehen. Claude wird außerdem Themen nach und nach zum Gedächtnis hinzufügen, während Gespräche weiterlaufen, anstatt sie erst am Ende zusammenzufassen – das beschleunigt die Weitergabe neuen Kontexts zwischen den beiden Erfahrungen.

Der Komfort geht jedoch mit einer klar definierten Datenschutzgrenze einher. Das Gedächtnis ist standardmäßig in den Tarifen Free, Pro und Max im Web, auf Desktop und Mobilgeräten aktiviert, wobei Mobilnutzer:innen ihre Apps aktualisieren müssen. Anthropic sagt, dass sensible Kategorien – darunter Gesundheit, Ethnie, Religion, Politik und Geschlechtsidentität – standardmäßig ausgeschlossen sind. Nutzer:innen können sich dafür entscheiden, sie zu speichern, und werden benachrichtigt, wenn solches Material gesichert wird; bestimmte Daten, darunter amtliche Ausweisnummern, Sozialversicherungsnummern, Strafregister und Einwanderungsstatus, werden nicht gespeichert.

Nutzer:innen können gespeicherte Informationen über die Einstellungen von Claude und Cowork einsehen, bearbeiten oder löschen. Wie es in einem zweiten Bericht heißt, ist das gemeinsame System darauf ausgelegt, es einfacher zu machen, Aufgaben „wieder aufzunehmen, ohne wichtige Informationen erneut erklären zu müssen“, während die Kontrolle über sensible Speicherinhalte in den Händen der Nutzer:innen bleibt.