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August 27, 2026
OpenAI bringt ChatGPT an mehr Schulen – hält Schülerinnen und Schüler aber außen vor
OpenAI weitet sein kostenloses, nur für Lehrkräfte zugängliches ChatGPT-Programm auf 55 weitere US-Schulbezirke aus – in der Hoffnung, dass Datenschutzkontrollen und Schulungen KI zu einem Werkzeug für das Personal statt zu einer Abkürzung im Unterricht machen.
OpenAI treibt den Einsatz von ChatGPT in den öffentlichen Schulen der USA weiter voran – und zieht gleichzeitig eine klare Grenze, wer es nutzen darf. Das Angebot des Unternehmens lautet nicht, dass KI Kinder unterrichtet, sondern dass Lehrkräfte KI nutzen, ohne die professionelle Kontrolle aus der Hand zu geben.
ChatGPT for Teachers wurde 2025 als kostenloses Programm mit verifiziertem Zugang für Lehrkräfte und Schulpersonal gestartet. OpenAI sagt, es sei als sicherer Raum für Erwachsene konzipiert, um zu testen, wo KI hilft und wo nicht; es bleibt bis Juni 2028 für Schülerkonten und schülerorientierte Funktionen nicht verfügbar.1
Diese Grenze entsteht in einer Situation, in der Schulen mit einer weit weniger kontrollierten Realität konfrontiert sind: Schülerinnen und Schüler greifen bereits auf Chatbots für schulische Aufgaben zurück, und Eltern wie Pädagoginnen und Pädagogen befürchten, die Technologie könne eher zu einem Motor für Betrug als für Lernen werden. Eine von Berichten über die Einführung zitierte Pew-Umfrage ergab, dass mehr als die Hälfte der Teenager KI-Chatbots zur Unterstützung bei der Schule genutzt haben.2
Am Mittwoch kündigte OpenAI 55 zusätzliche Partnerschaften mit Schulbezirken in 20 Bundesstaaten an und erweitert das Programm damit auf mehr als 100.000 weitere Lehrkräfte und Mitarbeitende. Das Unternehmen sagt, es arbeite nun mit mehr als 100 K–12-Organisationen in 30 Bundesstaaten zusammen und biete über 300.000 Mitarbeitenden Zugang und Schulungen an.1
Die Erweiterung beruht ebenso sehr auf einem Governance-Argument wie auf einem Produktivitätsversprechen. OpenAI hat ein Datenschutzabkommen mit 16 Bundesstaaten unterzeichnet und erklärt zugleich, dass Informationen, die in Teachers-Workspaces eingegeben werden, standardmäßig nicht zum Training seiner Modelle verwendet werden. Das Unternehmen argumentiert, KI solle „Lernen unterstützen, nicht abkürzen“, wobei Pädagoginnen und Pädagogen die Kontrolle über Entscheidungen im Klassenzimmer behalten.1
Nutzende in den Schulbezirken beschreiben das gleiche Zugeständnis in praktischeren Begriffen: KI kann Lehrpläne entwerfen, Dokumente zusammenfassen und repetitive Arbeit reduzieren, aber sie kann Verantwortung nicht ersetzen. Christine Mai, Leiterin für Innovation beim Houston ISD, brachte es unverblümt auf den Punkt: „Die Lehrkraft ist weiterhin die Fachkraft.“2 Die Spannung dürfte nicht verschwinden – OpenAI weitet das Experiment ausgerechnet in dem Moment aus, in dem Schulen noch entscheiden, wie viel Vertrauen sie ihm entgegenbringen wollen.