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August 30, 2026

Trumps Anordnung „Lake America“ trifft auf eine kanadische Mauer des Widerstands

Donald Trump hat US-Behörden angewiesen, den Ontariosee „Lake America“ zu nennen, und damit eine symbolische Umbenennung mit einem sich verschärfenden Handelsstreit verknüpft. Kanada, New York und MapQuest haben signalisiert, dass sie am historischen Namen festhalten werden.

Trump stellt die Umbenennung des Ontariosees als Bekräftigung der US-Autorität inmitten eines erbitterten Handelskonflikts dar; kanadische Politiker, Vertreter des Bundesstaats New York und ein großer Kartendienst sehen keinen Grund, einen Namen aufzugeben, der in Geschichte und gemeinsamer Geografie verwurzelt ist.

Der Konflikt verschärfte sich, nachdem die Handelsgespräche zwischen den USA und Kanada gescheitert waren. Washington kündigte Zölle von 50 % auf kanadische Waren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar an, und Ottawa reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte im gleichen Wert. Vor diesem Hintergrund unterzeichnete Trump am Donnerstag eine Executive Order, die das Innenministerium anweist, den Ontariosee im geografischen Namensdienst der USA in „Lake America“ umzubenennen.

Bei der Unterzeichnung im Oval Office trugen die Karten hinter Trump bereits die neue Bezeichnung. Er nannte die Änderung „offiziell, mit sofortiger Wirkung“, während die Anordnung selbst den Behörden 30 Tage Zeit für die Aktualisierung gibt. Trump betonte, der Schritt sei nicht als geopolitische Botschaft gedacht, verband ihn jedoch mit einer bekannten Beschwerde: Kanada habe die USA bei Handels- und Militärfragen „seit Langem über den Tisch gezogen“. Ein anderer Bericht beschrieb die Anordnung unverblümter – als gegen Kanada gerichtete Brüskierung.

Die praktischen Grenzen sind klar. Trump kann bestimmen, wie die US-Regierung den See nennt, kann Kanada – oder internationale Kartenhersteller – jedoch nicht dazu zwingen, dem zu folgen. Der Name des Sees leitet sich vom Huron-Wort oniatarí:io ab, also „See der glänzenden Gewässer“, und auch Ontario wurde nach ihm benannt.

Der kanadische Premierminister Mark Carney verwies auf diese tiefere Geschichte und sagte, die Kanadier wüssten, dass „Realität zu benennen bedeutet, ihn Ontariosee zu nennen – damals, heute und für immer“. Ontarios Premier Doug Ford äußerte sich ebenso eindeutig: „Für Kanadier und den Rest der Welt ist es der Ontariosee. Jetzt und für immer.“ Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, fügte hinzu, ihr Bundesstaat werde Trumps bevorzugte Bezeichnung nicht verwenden.

Auch MapQuest hat eine klare Grenze gezogen und erklärt, die Beschriftung auf seinen Karten nicht zu ändern. Der Streit erinnert an Trumps früheren Vorstoß, den Golf von Mexiko in „Gulf of America“ umzubenennen – und legt nahe, dass eine politische Geste nur so weit reicht wie der Kartenhersteller oder Nachbar, der bereit ist, sie zu drucken.