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August 31, 2026
Japans Vorstoß bei Drohnen und KI in der Verteidigung testet die Grenzen der Abschreckung
Japan beantragt 8,9 Billionen Yen für eine Neuausrichtung der Verteidigung, die auf Drohnen, KI und Langstreckenwaffen basiert. Tokio erklärt, der Wandel sei eine Antwort auf regionale Bedrohungen und sinkende Truppenzahlen, während Peking den Aufbau als „neuen Militarismus“ bezeichnet.
Japan sieht unbemannte Waffen und KI als Möglichkeit, die Abschreckung zu wahren, während seine Bevölkerung altert und der regionale Druck zunimmt. Kritiker, angeführt von Peking, betrachten denselben Aufbau als bedenkliche Ausweitung von Japans militärischer Rolle.
Das Verteidigungsministerium gab am Montag seinen Antrag auf ein Budget von 8,9 Billionen Yen (55,6 Milliarden US-Dollar) für das im April 2027 beginnende Haushaltsjahr bekannt – ein moderater Anstieg gegenüber den für das laufende Jahr beantragten 8,8 Billionen Yen. Der Vorschlag rückt Drohnen, künstliche Intelligenz und neue Methoden der Kriegsführung ins Zentrum der nächsten Phase von Japans Wiederaufrüstung.1
Der Antrag folgt auf die Fünfjahresstrategie von 2022, mit der Japan begann, die Verteidigungsausgaben auf rund 2 % des BIP anzuheben und seine Fähigkeit zu Gegenschlägen zu stärken – größtenteils als Reaktion auf Chinas wachsende militärische Durchsetzungsfähigkeit. Peking hat den japanischen Aufbau jedoch als „neuen Militarismus“ kritisiert.2
Tokios Antwort besteht darin, seine Streitkräfte schlagkräftiger zu machen – und weniger abhängig von Personal. Das Ministerium will kostengünstige unbemannte Systeme, die im Inland in Massenproduktion hergestellt werden können, und argumentiert, sie könnten Kosten senken, Verluste verringern und die Luftverteidigung verstärken. Zu den geplanten Fähigkeiten gehören Angriffsdrohnen, die über und unter Wasser eingesetzt werden und zusammen mit Langstrecken-Marschflugkörpern operieren, sowie von U-Booten gestartete Hyperschallraketen.
KI ist die andere große Wette. Eine integrierte Kommando- und Kontrollplattform würde Lagebewertungen auf dem Schlachtfeld und die Zielauswahl beschleunigen und möglicherweise ausländische Technologie, einschließlich US-Systemen, mit heimischer Entwicklung verbinden. Ein vorgeschlagener „KI-Orchestrator“ würde mehrere Systeme koordinieren, während eine Cloud des Verteidigungsministeriums in Krisen sensible Daten transportieren würde.
Das Ministerium möchte zudem, dass der Staat Fabriken kauft und private Unternehmen mit deren Betrieb beauftragt, um zu verhindern, dass Zulieferer einen Verteidigungssektor verlassen, der lange unter geringen Gewinnen und Reputationsbedenken gelitten hat. Das Programm bleibt ein Antrag; wichtige Kosten und die endgültige Gesamtsumme hängen weiterhin von der kommenden Sicherheitsstrategie der Regierung ab.