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September 2, 2026

ChatGPT erhält Zugriff auf Epic-Daten, doch Sicherheitsfragen folgen

OpenAI bringt autorisierte Epic-Patientendaten und öffentliche medizinische Datenbanken in ChatGPT für das Gesundheitswesen und wirbt mit schnelleren klinischen Prüfungen. Die Erweiterung erfolgt mit schreibgeschützten Schutzvorkehrungen und neuerlicher Prüfung der Frage, ob KI bei medizinischen Entscheidungen mit hohen Risiken vertrauenswürdig sein kann.

OpenAI und seine Partner im Gesundheitssystem sehen die Epic-Integration als Möglichkeit, den Verwaltungsaufwand für Kliniker zu verringern; die Einführung des Unternehmens erfolgt jedoch im Schatten von Klagen und seiner Betonung, dass das Tool nicht für Diagnose oder Behandlung gedacht ist.

Im vergangenen Monat weitete OpenAI ChatGPT für Gesundheit auf US-Verbraucher aus und erklärte, Nutzer stellten dem Chatbot bereits jede Woche rund 300 Millionen gesundheitsbezogene Fragen. Tage vor der jüngsten Unternehmensankündigung verklagte ein Pastor aus Florida das Unternehmen mit der Behauptung, ChatGPT habe eine beinahe tödliche Empfehlung gegeben; eine weitere, im Mai eingereichte Klage machte das System für schädliche Dosierungshinweise verantwortlich.

Nun dringt OpenAI tiefer in die klinische Infrastruktur vor. Gesundheitsorganisationen können autorisierte Epic-Daten mit ChatGPT für das Gesundheitswesen verbinden, sodass Mitarbeiter Terminnotizen, Laborergebnisse, Medikamente und Dokumentationen von Fachärzten zusammenführen können. In unterstützten Bereitstellungen kann der Assistent innerhalb des Workflows der elektronischen Patientenakte arbeiten — sein Zugriff ist jedoch schreibgeschützt, sodass er keine Einträge in eine Patientenakte zurückschreiben kann.

Das Unternehmen stellt die Änderung als Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung dar, nicht als automatisierten Kliniker. Es fügte außerdem ein Plugin für öffentliche Gesundheitsdaten hinzu, das neun offizielle Quellen verknüpft, darunter PubMed, DailyMed, ClinicalTrials.gov und CMS Coverage, damit Teams Forschungsergebnisse, Arzneimittelkennzeichnungen, Studien und Erstattungsregeln prüfen können, ohne zwischen Datenbanken wechseln zu müssen.

OpenAI erklärt, Ärzte hätten 99,1 % von 4.363 Antworten in 27 klinischen Anwendungsfällen als sicher bewertet. Doch der verbleibende Anteil wiegt unverhältnismäßig schwer, wenn sich die Ausgabe auf einen Patienten bezieht. Der Geschäftsführer von UCSF Health, Suresh Gunasekaran, bezeichnete das Versprechen des Pilotprojekts als Chance, „die für die Zusammenführung von Daten aufgewendete Zeit zu reduzieren und Klinikern mehr Zeit mit Patienten zu geben“, betonte jedoch, dass Teams an vorderster Front die Fähigkeiten in der Praxis validieren würden.

Das ist der zentrale Kompromiss: schnellerer Zugriff auf eine umfangreiche medizinische Akte, während Menschen weiterhin dafür verantwortlich sind zu entscheiden, was die Zusammenfassung der Maschine bedeutet.