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September 2, 2026

Apples neuer CEO muss beweisen, dass die Cook-Ära noch überraschen kann

John Ternus hat nach 15 Jahren Tim Cook abgelöst und übernimmt ein 4,6-Billionen-Dollar-Unternehmen, das auf Disziplin aufgebaut ist, aber vor einer schwierigeren Prüfung steht: Talente zu halten und Apples KI- und Hardware-Ambitionen wirklich neu wirken zu lassen.

Tim Cooks Lager stellt die Übergabe bei Apple als disziplinierten Kontinuitätsplan dar; Analysten sehen John Ternus vor einer weitaus schwierigeren Aufgabe stehen—er muss die Finanzmaschine des Unternehmens schützen und zugleich dessen Bereitschaft zu Risiko und Erfindungsgeist wiederherstellen.

Cooks 15-jährige Amtszeit endete am Dienstag, als Apple mit rund 4,6 Billionen Dollar bewertet wurde—ein Anstieg, der vor allem von der anhaltenden Popularität des iPhone getragen wurde. Ternus, ein seit 25 Jahren bei Apple tätiger Veteran und ehemaliger Senior Vice President für Hardware Engineering, übernimmt nun den Posten des Chief Executive, während Cook Executive Chair bleibt.

Der Übergang war lange erwartet worden. Cook nannte ihn „vollkommen reibungslos“ und teilte den Apple-Mitarbeitern in einer Abschiedsbotschaft mit, dass sich sein Titel zwar ändere, seine Liebe zur Gemeinschaft jedoch „niemals“ enden werde. Aravind Srinivas, der Chief Executive von Perplexity, würdigte Cooks Bilanz in einem öffentlichen Beitrag und erklärte, nur wenige Führungskräfte hätten „in diesem Maßstab agiert, ohne die Messlatte für Exzellenz sinken zu lassen.“

Doch eine reibungslose Nachfolge ist nicht dasselbe wie ein leichtes Erbe. Ternus sieht sich mit Wechseln im Management und einem Talentabfluss zu Wettbewerbern wie OpenAI konfrontiert, während er neben einem weiterhin einflussreichen Vorgänger Autorität etablieren muss. Apple zögerte zudem bei der Frage, wie offensiv es künstliche Intelligenz vorantreiben sollte, obwohl sich der wettbewerbliche Schwerpunkt der Branche in Richtung KI verlagert.

Die unmittelbare Prüfung ist produktgetrieben. Apple wird voraussichtlich noch in diesem Monat ein faltbares iPhone vorstellen—die größte Neugestaltung seines prägenden Geräts seit 19 Jahren—und zugleich einen weiteren Vorstoß unternehmen, KI in seine gesamte Produktpalette zu integrieren. Michael Gartenberg, ein ehemaliger Apple-Produktmarketingexperte, sagte, das Unternehmen müsse sich der Frage „Was kommt als Nächstes?“ stellen, und forderte Ternus auf zu zeigen, dass Apple trotz seiner enormen Größe „wieder zu einer coolen Marke“ werden könne.

Ternus hat bereits damit begonnen, eine Mischung aus langjährigen Apple-Kräften und Neuzugängen zusammenzustellen. Sein erster Beitrag auf X lautete schlicht „Hallo“, woraufhin Elon Musk bemerkte: „Neuer Apple-CEO postet auf 𝕏.“ Die Botschaft war minimal; der Auftrag ist es keineswegs.

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