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September 4, 2026

Drei KI-Giganten fielen gleichzeitig aus, doch niemand sagt warum

ChatGPT, Claude und Grok erlebten sich überschneidende Störungen, bevor sie wieder verfügbar waren. Das Timing zeigte, wie abhängig Nutzer von einer Handvoll KI-Plattformen geworden sind, während die Ursache der Ausfälle ungeklärt blieb.

Der nahezu gleichzeitige Ausfall von drei führenden KI-Diensten unterstrich die wachsende Abhängigkeit von einer kleinen Gruppe von Plattformen. Alle erholten sich, doch die Unternehmen lieferten keine gemeinsame Erklärung dafür, warum sich ihre Ausfälle überschnitten.

Meldungen über Probleme begannen am Donnerstagmorgen, als Downdetector zeigte, dass ChatGPT, Anthropics Claude und xAIs Grok gleichzeitig nicht verfügbar waren. Ausfälle sind in der Tech-Branche alltäglich; dass drei führende Chatbots gemeinsam ausfallen, ist es nicht – insbesondere da KI-Tools zunehmend in die tägliche Arbeit und Suche eingebettet werden. Berichte deuteten auch auf mögliche Probleme mit Gemini hin, obwohl Google keinen Ausfall bestätigte.

Grok scheint zuerst betroffen gewesen zu sein: Probleme bei Android, iOS und im Web begannen gegen 9:30 Uhr ET. Nutzer, die den Chatbot über X aufriefen, erhielten die Meldung: „Dieses Modell ist derzeit überlastet. Bitte versuchen Sie es in Kürze erneut oder wählen Sie ein anderes Modell.“

Gegen 11 Uhr ET meldete ChatGPT Fehler. OpenAIs eigene Statusseite verwies auf „erhöhte Fehlerraten bei ChatGPT und Codex“, während sich die Störung über gewöhnliche Chats hinaus auf Anmeldungen, Uploads, den Sprachmodus, die Suche, Deep Research und die Bildgenerierung ausweitete. Das Timing war besonders ungünstig: Das Unternehmen machte Werbung für Astra, ein neues KI-Modell.

Claude, Claude Code und Anthropics API fielen im selben Zeitraum ebenfalls aus. Anthropic-Mitarbeiter CJ Avilla führte den Teilausfall auf ein „Infrastrukturproblem“ zurück, und das Unternehmen erklärte, es habe das Problem gegen 12:15 Uhr ET behoben. xAI stellte Grok anschließend wieder her, und auch ChatGPT war wieder online.

Diese Abfolge belegt eine auffällige Überschneidung, jedoch keine nachgewiesene gemeinsame Ursache. Die Unternehmen hatten öffentlich nicht erklärt, ob die Vorfälle zusammenhingen, und erinnerten Nutzer damit daran, dass das KI-Rennen zunehmend über wenige gemeinsame Schwachstellen läuft.