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September 5, 2026
Apples neuer CEO muss beweisen, dass Disziplin weiterhin Wagemut hervorbringen kann
Verbündete von Tim Cook stellen Apples Nachfolge als geordneten Übergang dar, während Analysten unter der Zeremonie eine härtere Prüfung sehen: John Ternus muss die Disziplin der Cook-Ära bewahren, ohne das Unternehmen im Zeitalter der KI vorsichtig erscheinen zu lassen.
John Ternus wurde am Dienstag offiziell Apples Chief Executive und beendete damit Tim Cooks 15-jährige Amtszeit an der Spitze des iPhone-Herstellers mit einem Wert von 4,7 Billionen US-Dollar. Cooks Amtszeit brachte Produkte wie AirPods und die Apple Watch sowie ein wachsendes Dienstleistungsgeschäft hervor; nun bleibt er als Executive Chair im Unternehmen.1
Der scheidende Chef schlug an seinem letzten Tag einen herzlichen, zuversichtlichen Ton an und sagte der Apple-Community, sein Titel werde sich ändern, seine Zuneigung zu ihr aber „niemals“, und er freue sich auf das nächste Kapitel.
2 Aravind Srinivas, Chief Executive von Perplexity, lobte Cook dafür, in enormem Maßstab zu agieren, „ohne die Messlatte für Exzellenz sinken zu lassen“.
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Doch der sorgfältig choreografierte Übergang nimmt Ternus den Druck nicht. Apple durchläuft eine ungewöhnlich turbulente Phase auf Führungsebene: Hochrangige Hardware-Mitarbeiter scheiden aus, und laut Apples Klage gegen das KI-Unternehmen arbeiten inzwischen mehr als 400 ehemalige Beschäftigte bei OpenAI. Gleichzeitig hat Ternus begonnen, das Führungsteam umzugestalten, und Apple hat seine Gruppen für Hardware Engineering und Hardware Technologies unter Chip-Chef Johny Srouji zusammengeführt.1
Das strategische Dilemma ist noch ausgeprägter. In diesem Monat wird Apple voraussichtlich ein faltbares iPhone vorstellen – die größte Veränderung seines Flaggschiffprodukts seit 19 Jahren – und zugleich einen weiteren Versuch unternehmen, KI in seine Geräte zu integrieren. Michael Gartenberg, ein ehemaliger Apple-Produktvermarkter, sagte, das Unternehmen müsse die Frage „Was kommt als Nächstes?“ beantworten und wieder „eine coole Marke“ werden, während es zeige, dass es im Billionen-Dollar-Maßstab innovieren könne.1
Cook hat die Übergabe als potenziell „lehrbuchhafte“ Nachfolge bezeichnet. Das eigentliche Kriterium wird sein, ob Ternus mutigere Entscheidungen treffen kann – bei KI-Investitionen, der Vision Pro oder anderen Zukunftswetten –, während Cook dem Geschäft weiterhin nah genug bleibt, um Einfluss zu haben. Elon Musks knappe Beobachtung, nachdem Ternus auf X „hello“ gepostet hatte, fasste die öffentlich wahrgenommene Einfachheit eines weitaus komplizierteren Moments zusammen: „Neuer Apple-CEO postet auf 𝕏.“
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