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September 5, 2026

Lowells scharfe Wende lässt Kauai auf einen Spielraum von 100 Meilen blicken

Meteorologen sehen einen gefährlichen Sturm und ein kleiner werdendes Zeitfenster für Klarheit: Hawaii wird unabhängig davon wahrscheinlich mit Brandung und Starkregen-Überschwemmungen rechnen müssen, während der weiterhin ungewisse Zeitpunkt von Lowells Wende entscheidet, ob die westlichen Inseln den schlimmsten Winden und der Sturmflut des Hurrikans entgehen.

Am Donnerstag hielt sich Hurrikan Lowell auf Kategorie 4 mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 140 mph, während Modelle zunehmend auf eine scharfe Nordwende in Richtung Hawaii über das Wochenende hindeuteten. Das National Hurricane Center erklärte, der Sturm werde bei seiner größten Annäherung an die Inseln voraussichtlich weiterhin „auf oder nahe der Stärke eines schweren Hurrikans“ liegen.

Diese Wende ist die ganze Geschichte. Lowell war westwärts gezogen, sicher südlich von Hawaii, doch ein herannahendes System im Nordpazifik — das die Überreste von Hurrikan Karina aufnimmt — wird ihn voraussichtlich abrupt nach Norden ziehen. Meteorologen sind sich weitgehend über den Richtungswechsel einig; über seinen Zeitpunkt herrscht noch keine Einigkeit. Kleine Unterschiede könnten eine knappe Passage vor der Küste oder einen direkten Treffer auf Kauai bedeuten.

Bis Freitag hatte sich Lowell rasch wieder zu einem Hurrikan der Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von 160 mph verstärkt. Seine prognostizierte Zugbahn hatte sich leicht nach Westen verschoben, sodass das Zentrum Ende Montag vor der Küste von Kauai bleiben würde, während die Inseln außerhalb der zerstörerischsten Auswirkungen der Augenwand lägen. Das National Hurricane Center warnte jedoch, dass „die Vorhersage, wo und wie scharf Lowell abdreht, schwierig ist.“

Der Spielraum ist beunruhigend gering. Eine Verschiebung um 100 Meilen könnte Kauai und Niihau Orkanböen und Sturmflut bringen; eine weiter westlich verlaufende Zugbahn würde diese Gefahren größtenteils auf See halten. Ensembleprognosen reichen weiterhin von einem Landfallszenario bis zu einer Route mehr als 500 Meilen westlich von Niihau, sodass Hurrikanbedingungen noch nicht ausgeschlossen werden können.

Einige Gefahren stehen bereits fest. Entlang südwärts ausgerichteter Küsten baut sich gefährliche Brandung auf; für Samstag werden Wellenhöhen von 10 bis 14 Fuß vorhergesagt, während ab Sonntag starker Regen erwartet wird. Auf Kauai und der Big Island könnten bis zu 6 Zoll Regen fallen, lokal mehr als 10 Zoll. Die Hochwasserstände am Montag könnten Küstenüberschwemmungen verstärken, insbesondere auf Kauai und Niihau. Die Wende beginnt am Sonntag; erst dann wird Hawaii erfahren, ob Lowell knapp vorbeizieht oder zu einer historischen Bewährungsprobe wird.