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September 6, 2026

Kalanicks Robotaxi-Rückkehr bringt Ubers unerledigte Angelegenheiten wieder auf

Kalanicks Unterstützer sehen einen finanzstark ausgestatteten zweiten Anlauf beim autonomen Fahren; darüber liegt jedoch der Schatten, dass der erste Versuch zusammen mit einer skandalgeprägten Amtszeit bei Uber endete und die schwierigsten Probleme der Branche ungelöst ließ.

Anfang dieses Sommers gab das Startup Atoms von Travis Kalanick eine von Andreessen Horowitz angeführte Finanzierungsrunde über 1,7 Milliarden US-Dollar bekannt, lieferte jedoch kaum Details dazu, was der Uber-Mitgründer bauen wollte. Das Ausmaß der Finanzierung legte jedoch rasch eine vertraute Deutung nahe: Kalanick war mit autonomen Fahrzeugen noch nicht fertig.

Diese Interpretation gewann an Gewicht, als Berichte ein Unternehmen unter dem Arbeitstitel Codex beschrieben, das den Markt für selbstfahrende Taxis erneut erschließen wolle. Kalanick hat das Vorhaben als „unerledigte Angelegenheit“ bezeichnet – ein deutlicher Verweis auf Ubers aufgegebene Initiative für autonomes Fahren.

Der erneute Vorstoß erfolgt, nachdem Kalanick 2017 nach einer Reihe von Skandalen als Uber-Chef zurücktrat. Seine ursprünglichen Ambitionen im selbstfahrenden Bereich waren zentral für Ubers Versuch gewesen, die Zukunft der Fahrdienstvermittlung zu kontrollieren, doch das Programm geriet in rechtliche und operative Turbulenzen. Das neue Vorhaben geht davon aus, dass sich diese alten technischen und kommerziellen Hürden nun überwinden lassen, obwohl Waymo, Cruise und Aurora über Jahre hinweg in das Feld investiert haben.

Zuletzt berichtete die Financial Times, dass Atoms Vorbereitungen treffe, Mitarbeiter einzustellen und Übernahmen zu verfolgen, die das Unternehmen zu einem bedeutenden Akteur bei autonomen Fahrzeugen machen könnten. Berichten zufolge hat das Unternehmen mit Uber erörtert, wie der Fahrdienstvermittler seine Robotaxi-Technologie einsetzen könnte; Uber hat zudem 100 Millionen US-Dollar in Atoms investiert.

Es gibt Anzeichen dafür, dass dies mehr als eine Markenübung ist. Atoms übernahm Pronto, ein Unternehmen für autonomes Bergbauwesen unter der Leitung von Anthony Levandowski, Ubers ehemaligem Chef für selbstfahrendes Fahren. Quellen warnten jedoch, dass Robotaxis nicht der gesamte Plan seien. Für Kalanick entsteht dadurch die zentrale Spannung: eine Rückkehr zu der Technologie, auf die er einst Ubers Zukunft setzte, aber über ein Startup, das beweisen muss, dass es aus dem ersten Scheitern gelernt hat.