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September 7, 2026

Irans Angriff auf US-Kriegsschiffe erhöht den Einsatz im Hormus-Konflikt

Washington stellt seine Angriffe auf Tanker als notwendige Antwort auf Angriffe gegen seine Streitkräfte dar, während Teherans Handlungen den Druck einer Blockade widerspiegeln, die die Position keiner der beiden Seiten beschädigt, aber gebrochen hat. Ein Analyst warnt, dass die neue Konfrontation gerade deshalb größere Gefahren birgt, weil Iran riskantere Schritte als seinen verbleibenden Hebel ansehen könnte.

Seit Monaten befindet sich der Krieg in der Straße von Hormus in einer angespannten, kostspieligen Pattsituation. Iran ist es nicht gelungen, die Wasserstraße vollständig zu schließen; US-Streitkräfte eskortieren einige Tanker hindurch. Doch auch Washington ist es nicht gelungen, den normalen Schiffsverkehr wiederherzustellen: Iranische Angriffe auf Handelsschiffe haben den Verkehr gedrosselt und die Ölpreise hoch gehalten.

Anfang dieser Woche weitete Teheran seine Kampagne aus, indem es Raketen auf US-Stützpunkte rund um den Persischen Golf abfeuerte. Am Samstag nahm es dann einen US-Flugzeugträger und einen Zerstörer ins Visier – ein versuchter Sprung von der Schikanierung des Handelsverkehrs zur Konfrontation mit der Streitmacht, die die Blockade durchsetzt.

Die US-Reaktion war ebenso wirtschaftlich wie militärisch. Amerikanische Streitkräfte griffen drei iranische Öltanker an, die dem „Schattennetzwerk“ zur Finanzierung des Korps der Islamischen Revolutionsgarden zugerechnet werden. Adm. Brad Cooper, der Chef des US-Zentralkommandos, stellte die Vergeltung als Abschreckung dar: „Wenn ihr auf zwei unserer Schiffe schießt, werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten auferlegen – indem wir drei von euren ausschalten.“ Er fügte hinzu, dass die Vereinigten Staaten ihre Streitkräfte verteidigen und, falls nötig, Irans „begrenzte und ungeschützte Öltankerflotte“ zerstören würden.

Für Washington soll der Schlagabtausch zeigen, dass Angriffe auf seine Schiffe einen Preis nach sich ziehen werden, den Teheran sich nicht leisten kann. Hamidreza Azizi von der International Crisis Group argumentiert jedoch, dass bereits die versuchten Angriffe eine gefährlichere Schwelle markieren. Direkte iranische Angriffe hätten sich zuvor auf Stützpunkte am Golf beschränkt; Kriegsschiffe anzugreifen, die die Blockade durchsetzen, verändere die Kalkulation, sagte er. „Der Versuch ist gescheitert, aber es gibt keinen Grund anzunehmen, dass der nächste scheitern wird.“

Diese Warnung widerspricht der Logik eines immer stärkeren Drucks. US-Sanktionen und die maritime Zwangsmaßnahme könnten Irans Wirtschaft zwar schwächen, doch Azizi argumentiert, sie könnten auch Teherans Anreiz erhöhen, ein riskantes Wagnis einzugehen. „Je stärker der Druck auf Iran, desto größer der Anreiz zu handeln“, schrieb er. Ein erfolgreicher Angriff mit hohen US-Verlusten könnte den Konflikt, so warnte er, rasch verwandeln.