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September 9, 2026

Britische Regierung stärkt NATS-Chef den Rücken, während Flugchaos die Geduld der Passagiere auf die Probe stellt

Die Position der Regierung lautet, dass Sicherheit und eine rasche Untersuchung Vorrang haben müssen, während Fluggesellschaften in dem wiederholten Ausfall einen Anlass für Rechenschaft sehen und Passagiere die unmittelbare finanzielle und praktische Last tragen.

Ein technischer Ausfall im britischen Flugsicherungssystem trat erstmals am Dienstag auf, als NATS „ein Problem in unserem Flugabfertigungssystem“ feststellte und den Betrieb einschränkte, um bereits in der Luft befindliche Flugzeuge zu schützen. Der ursprüngliche Fehler wurde noch am Nachmittag behoben, doch seine Folgen reichten weit über den Kontrollraum hinaus.

Bis Mittwoch versuchten die Fluggesellschaften, sich von mehr als 1.750 gestrichenen Flügen zu erholen. Verspätungen zogen sich durch 15 britische Flughäfen und darüber hinaus, während die Fluggesellschaften Reisende umbuchen und versuchten, an den falschen Flughäfen gestrandete Flugzeuge zu verlegen. In Heathrow und Gatwick sahen sich Passagiere mit langen Wartezeiten, spärlichen Informationen und ungewissen Weiterreisen konfrontiert.

Für NATS-Chef Martin Rolfe stand die Sicherheit im Mittelpunkt seiner Verteidigung. „Wir tun das nur, wenn es ein Problem gibt, das nicht schnell gelöst werden kann“, sagte er der BBC und argumentierte, dass Einschränkungen nur dann verhängt würden, wenn sie erforderlich seien, um Menschen sicher fliegen zu lassen. Er entschuldigte sich, betonte jedoch, dass das britische System weiterhin zu den sichersten und effizientesten der Welt gehöre.

Die Fluggesellschaften vertraten eine härtere Auffassung. Nach dem zweiten großen Ausfall der Flugsicherung innerhalb von drei Jahren forderten sie Rolfe auf, einen Rücktritt in Erwägung zu ziehen. Verkehrsministerin Heidi Alexander gab ihm eine Woche Zeit, um eine umfassende Untersuchung abzuschließen, während die Downing Street den NATS-Chef weiterhin unterstützte.

Die unmittelbarsten Verluste trafen jedoch die Reisenden. Der Comiczeichner Charlie Adlard, der nach dem Scheitern seiner Palermo-Reise in Heathrow von British Airways keine hilfreiche Unterstützung erhalten konnte, sagte: „Wir sind uns wirklich nicht sicher, was wir tun sollen.“ Er brach die Reise ab, nachdem er einen Arbeitstag verloren und für ein Hotel, Abendessen und Frühstück bezahlt hatte — ein kleines, kostspieliges Beispiel für eine Störung, die den Softwarefehler selbst überdauerte.