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September 10, 2026

Bessent fordert Märkte heraus, die größere Anleiheabsicherung des Finanzministeriums zu testen

Bessents Lager stellt das Eingreifen als notwendige Verteidigung gegen störenden Marktdruck dar, während Zinsanalysten das Risiko sehen, dass die neue Entschlossenheit des Finanzministeriums kurzfristige Ruhe gegen langfristige Glaubwürdigkeit eintauscht.

Der jüngste Markttest des Finanzministeriums begann am 19. August, als Scott Bessent ankündigte, dass das Ministerium mindestens 4 Milliarden US-Dollar an bereits ausgegebenen langlaufenden Schuldtiteln zurückkaufen werde, mit Schwerpunkt auf 10- und 20-jährigen Anleihen. Die vorgeschlagene Operation war bereits doppelt so groß wie üblich und sollte den Druck auf die Renditen mindern, nachdem die Staatsschulden die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten und die Defizite auf mehr als 2 Billionen US-Dollar zusteuerten.

Diese Woche verschärfte Bessent die Botschaft. Das Finanzministerium hatte zudem eingegriffen, um japanische Yen zu kaufen – ein Schritt, der die Wahrscheinlichkeit verringern sollte, dass Japans Zentralbank Treasurys verkaufen müsste. Japan hält US-Staatsschulden im Wert von rund 1,1 Billionen US-Dollar, weshalb jeder erzwungene Verkauf eine erhebliche Bedrohung für die Renditen darstellen würde. Am Dienstag sagte Bessent an der Southern Methodist University zu Devisenhändlern: „Ich bin jetzt das Haus. Und Sie können gegen mich wetten, wenn Sie wollen.“

Am Mittwoch sollten die Märkte erfahren, wie weit das Finanzministerium den Rückkauf treiben wollte. Analysten von Wrightson ICAP erklärten, 5 bis 6 Milliarden US-Dollar sähen zunehmend nach der anfänglichen Spanne aus, warnten jedoch, alles darüber hinaus wäre deutlich aggressiver. Eine Operation über 6 Milliarden US-Dollar würde das Nettoangebot an Schulden verlangsamen; eine Verdreifachung oder Vervierfachung der üblichen Rückkäufe wäre eine extreme Eskalation.

Das unmittelbare Urteil ist uneinheitlich. Seit der ersten Ankündigung war die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Anleihe um etwa 10 Basispunkte gestiegen, und auch die Rendite der 30-jährigen Anleihe hatte leicht zugelegt – blieb jedoch unter der Schwelle von 5,3 %, die Ian Lyngen von BMO als Bessents „sprichwörtliche Linie im Sand“ bezeichnete.

Diese Lücke verdeutlicht die Debatte. Bessent signalisiert, dass das Finanzministerium seine Bilanz nutzen wird, um die Märkte geordnet zu halten. Investoren und Analysten befürchten, dieselbe Haltung könnte den tiefsten Anleihemarkt der Welt weniger berechenbar erscheinen lassen. Lyngen warnte, die Abkehr vom traditionell schrittweisen Vorgehen des Finanzministeriums könnte „negative Folgen für die Glaubwürdigkeit von Treasurys als Anlageklasse“ haben. Der tatsächliche Kauf am Donnerstag wird zeigen, ob die Warnung überwiegend Theater war – oder eine neue operative Doktrin.