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September 11, 2026

Sunos Lizenzwende prüft, ob KI-Musik sich aus dem Gerichtssaal freikaufen kann

Suno und seine neuen Labelpartner präsentieren lizenzierte KI als Weg zu mehr Wahlmöglichkeiten für Künstler und neuen Einnahmen, während die Kritiker des Unternehmens hinter der versprochenen Zusammenarbeit weiterhin ungelöste Urheberrechts- und Identitätsrisiken sehen.

Vier Jahre lang stand Suno auf beiden Seiten der KI-Kluft in der Musikbranche: für seine Nutzer ein äußerst beliebtes Tool zur Songerstellung, für große Labels und Künstler eine mutmaßliche Urheberrechtsbedrohung im industriellen Maßstab. Das Unternehmen gibt an, dass mehr als 100 Millionen Menschen seinen Dienst genutzt haben, darunter mehr als 2 Millionen zahlende Abonnenten.

Dieser Konflikt landete 2024 vor Gericht, als sich die Warner Music Group Sony und Universal in einer RIAA-Klage gegen Suno anschloss. Zuletzt reichte der Verlag Round Hill einen separaten Urheberrechtsfall ein, während Jason Isbell und andere Musiker eine Sammelklage anstrengten, in der sie dem Unternehmen vorwerfen, die Identitäten von Künstlern ohne deren Einwilligung genutzt zu haben — Vorwürfe, die Suno als unbegründet bezeichnet.

Am Mittwoch versuchte Suno einen deutlichen Neustart. Seine neue v6-Familie — einschließlich v6-wild und des kostenlosen v6-mini — ist die erste Generation des Unternehmens, die im Rahmen von Partnerschaften mit Warner, BMG und Believe entwickelt wurde. Das Kernmodell wurde mit lizenzierten Warner-Aufnahmen und Suno-Nutzerdaten trainiert; Musik von teilnehmenden Künstlern von Believe, TuneCore und BMG wird hinzugefügt.

Suno argumentiert, dass es sich dabei nicht lediglich um eine Zahlung für Trainingsdaten handelt. Jack Brody, Chief Product Officer, sagte: „Die falsche Art, über diese Partnerschaft nachzudenken, besteht darin, sie als einen Deal über die Daten zu sehen.“ Er bezeichnete sie als umfassendere Vereinbarung, Produkte „mit Rechteinhabern, mit Künstlern und mit der Branche“ zu entwickeln. Das Unternehmen erklärt, dass die Vereinbarungen eine Umsatzbeteiligung umfassen, hat jedoch keine Bedingungen offengelegt und untersagt weiterhin Prompts, die nach dem Abbild eines bekannten Künstlers oder Songs verlangen.

Warners Sicht ist pragmatisch: früh verhandeln, statt von der Technologie mitgerissen zu werden. Chief Executive Robert Kyncl sagte, dass man „durch frühes Handeln einen Platz am Tisch hat“, statt „einfach nur dazusitzen, zu beobachten, was passiert, und Klagen anzustrengen.“

Einige Künstler sehen darin dieselbe Chance. Der Singer-Songwriter Ali Gatie nutzt Suno, um grobe Ideen in Demos zu verwandeln, und erlaubt Fans, seine Werke zu remixen. Doch seine zurückhaltende Zustimmung unterstreicht die größere Bewährungsprobe: Lizenzierung kann einen kommerziellen Rahmen schaffen, hat jedoch nicht geklärt, wer in einem KI-gesättigten Markt das Werk, die Stimme oder die Zukunft eines Musikers kontrolliert.