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September 12, 2026
Sunos lizenzierter KI-Kurswechsel bringt Labels an den Verhandlungstisch statt in den Rückzug
Suno und seine neuen Label-Partner präsentieren Lizenzierung als Möglichkeit, KI-Musik in die kommerziellen Regeln der Branche einzubinden, während der breitere Vorstoß zu kontrollierten Plattformen die Entschlossenheit der Labels widerspiegelt, Einfluss darauf zu behalten, wie ihre Kataloge und Künstler genutzt werden.
Vier Jahre lang stand Suno an einer der konfliktträchtigsten Bruchlinien der Musikbranche: ein Text-Prompt-Tool, das von Nutzern als kreatives Spiel gefeiert und von großen Labels als Urheberrechtsverletzung im industriellen Maßstab angegriffen wurde. Das Unternehmen sagt, dass mehr als 100 Millionen Menschen über seinen Dienst Songs erstellt haben, darunter zwei Millionen zahlende Nutzer mit kommerziellen Rechten.1
Dieser Konflikt wird nun, zumindest teilweise, als Geschäftsverhandlung neu gefasst. Am Mittwoch veröffentlichte Suno sein erstes KI-Musikmodell, das auf Songs trainiert wurde, die von Warner Music Group, BMG und anderen Branchenpartnern lizenziert sind. Der Start folgt auf Warners Ausstieg aus dem Rechtsstreit gegen Suno, der durch eine Vereinbarung ersetzt wurde, die nach Angaben von Führungskräften neue Einnahmen für Künstler schaffen kann.1
Suno-Chef Mikey Shulman präsentiert das Produkt als Werkzeug für breite Teilhabe statt als Ersatz: „Menschen fühlen sich wirklich gut, wenn sie kreativ sind“, sagte er. „Das Unternehmen existiert, damit Menschen diese warmen, angenehmen Gefühle des Kreativseins erleben können.“1 Kritiker haben jedoch gewarnt, dass Dienste wie Suno berufstätige Musiker mit einer Flut generischer, KI-generierter Musik überschwemmen könnten; Labels, die Rechtsstreitigkeiten anstrengen, haben das Unternehmen als Urheberrechtspiraten dargestellt.1
Warners Kalkül ist eher pragmatisch als feierlich. „Wenn man früh dabei ist, hat man einen Platz am Tisch“, sagte Warner-Music-Chef Robert Kyncl, „statt einfach nur dazusitzen, zu beobachten, was passiert, und Klagen anzustrengen.“1
Auch anderswo folgt die Branche dieser Logik. Universal Music Group kündigte am Donnerstag einen mehrjährigen Vertrag mit ElevenLabs für eine separate Plattform an, die Nutzern ermöglicht, lizenzierte Remixe, Mashups und neue Versionen von Titeln zu erstellen. Künstler werden sich dafür anmelden können, während ElevenLabs erklärt, die Vereinbarung solle sicherstellen, dass Kreative fair vergütet werden.2
Der sich herausbildende Konsens lautet nicht, dass KI harmlos ist. Vielmehr würden Labels die Bedingungen lieber jetzt festlegen, als zuzusehen, wie die Technologie sie später festlegt.