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September 13, 2026

Obama sagt Demokraten, KI könne nicht länger ein Randthema sein

Obamas Eingreifen liefert den Demokraten ein schärferes politisches Argument: KI kann große Vorteile für die Öffentlichkeit bringen, aber nur, wenn gewählte Politiker schneller handeln als die Technologie und die Unternehmen, die sie entwickeln.

Bei einer nicht öffentlichen Spendenveranstaltung der Demokraten in Manhattan am Donnerstag forderte der ehemalige Präsident Barack Obama den Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, und seine Partei auf, künstliche Intelligenz ins Zentrum ihrer Regierungsagenda zu stellen. Der ehemalige Präsident sagte, die Demokraten sollten bereit sein, falls sie das Repräsentantenhaus zurückerobern, einen Rahmen für eine breite öffentliche Debatte über die Technologie zu schaffen.

Obamas Botschaft war zugleich Warnung und Chance. KI, sagte er, entwickle sich rasch in privaten Händen, und „wenn wir sie nicht in den Griff bekommen, denke ich, kann sie gefährlich sein.“ Er argumentierte jedoch auch, dass wirksame Aufsicht ihre Vorteile bewahren könne, darunter eine schnellere Medikamentenentwicklung und Behandlungen, die helfen könnten, Krankheiten zu heilen.

Er ging über einen allgemeinen Aufruf zur Regulierung hinaus. Obama riet möglichen Präsidentschaftskandidaten für 2028, KI zu einem ihrer „zentralen Themen“ zu machen und mit „einem sehr klaren Plan“ für ihre Sicherheitsrisiken und wirtschaftlichen Folgen anzutreten. Das Eingreifen kommt einem Vorstoß gleich, die Demokraten dazu zu bewegen, aus einem sich schnell entwickelnden technischen Thema einen prägenden politischen Kontrast bei den Zwischenwahlen und darüber hinaus zu machen.

Jeffries griff diese Einordnung auf und sagte, „entschlossenes Handeln muss bei künstlicher Intelligenz erfolgen“, und warf den Republikanern vor, „ihre Verantwortung, im Namen des amerikanischen Volkes zu regieren, aufgegeben zu haben.“ Die Kritik zielt direkt auf Präsident Donald Trump, der zwar Bedenken hinsichtlich Sicherheitsvorkehrungen geäußert, das globale KI-Rennen aber auch in Wettbewerbskategorien beschrieben hat: „Wer KI gewinnt, gewinnt.“

Die Debatte verschiebt sich auch innerhalb der Branche. Anthropic-Chef Dario Amodei hat unabhängige Sicherheitsbewertungen und gemeinsame Standards für Spitzenmodelle vorgeschlagen, während OpenAI-Chef Sam Altman sagte, sein Unternehmen werde Evaluatoren Zugang ähnlich dem von Beschäftigten gewähren. Obamas Argument lautet, dass Washington diese Entscheidungen nicht allein den Unternehmen überlassen könne, die die Systeme entwickeln.