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September 14, 2026

Musk nennt Venedig-Dokumentation eine fabrizierte Hetzkampagne

Gibneys Dokumentation bietet mithilfe ehemaliger Weggefährten und Musk nahestehender Personen eine eingehende, kritische Darstellung von Musk; Musk und seine Online-Verbündeten stellen sie als einseitigen Angriff dar, der Feindseligkeit mit Rechenschaftspflicht verwechselt.

Alex Gibney kam mit einem ungewöhnlich langen Vorhaben zum Filmfestival von Venedig: fast vier Stunden, die der Untersuchung von Elon Musk gewidmet sind. Die daraus entstandene Dokumentation „Musk“ feierte Premiere als tiefgehende Betrachtung der Geschäftspraktiken, politischen Aktivitäten und des Privatlebens des Tesla- und SpaceX-Chefs, aufgebaut auf Interviews mit Persönlichkeiten wie seinem Vater Errol Musk, dem Tesla-Mitbegründer Martin Eberhard, seiner ersten Ehefrau Justine Musk und Ashley St. Clair.

St. Clair, die vor der Premiere gemeinsam mit Gibney bei einer Pressekonferenz in Venedig auftrat, sagte, sie habe eine Vertraulichkeitsvereinbarung über 40 Millionen Dollar abgelehnt, um über ihre Zeit mit Musk zu sprechen. „Wenn einem so etwas angeboten wird … löst das wirklich eine Debatte im Kopf darüber aus, was die eigene Meinungsfreiheit bedeutet“, sagte sie. Ihr Auftritt schärfte die offenkundige Argumentation des Films: dass Musks immense Macht einer anhaltenden Prüfung bedarf.

Musks Antwort kam am nächsten Tag — vehement, persönlich und abweisend. Er bezeichnete Gibney als einen Mann mit „NULL Integrität“ und sagte, der Filmemacher habe „eine Abschussliste von Leuten zusammengestellt, die entweder eine Rechnung offen haben oder mich nicht einmal kennen“. Auf X fasste Musk den Streit anschließend noch drastischer: „Feigling Gibneys fataler Fehler, einen falschen Film zu fabrizieren.“

Seine Beiträge ordneten die Dokumentation zudem in eine umfassendere Klage über feindselige Berichterstattung ein. Musk unterstützte einen Beitrag über „Wie das Anti-Elon-Narrativ gemacht wird“ mit einem Ein-Wort-Urteil: „Zutreffend.“ Außerdem teilte er erneut Kritik an Gibney als Regisseur, der einen vierstündigen Film über einen „Erbauer“ gedreht habe, an den er nicht heranreiche.

Der Zusammenstoß lässt zwei unvereinbare Lesarten desselben Films zurück: Gibneys Lager präsentiert Aussagen und kritische Prüfung; Musk präsentiert eine vorgefertigte Diffamierung. Die Dokumentation soll am 7. Oktober in Mill Valley in der Bay Area Premiere feiern und ab dem 16. Oktober in die Kinos kommen.