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September 14, 2026
Apples 1.999-Dollar-Duo steigt in den Faltgeräte-Wettlauf ein – und in einen Datenschutztest
Apple setzt darauf, dass ein Premium-Faltgerät und datenschutzbewusste KI seine neue Ära unter John Ternus abheben können. Rivalen sehen einen überfüllten Hardware-Wettlauf, während Apples größere Herausforderung darin bestehen könnte, Nutzer und Umstehende davon zu überzeugen, dass eine ständig lauschende Uhr kein Überwachungsgerät ist.
John Ternus übernahm am 1. Sept. als Apple-Chef zwei unbequeme Tatsachen: Faltbare Smartphones waren bereits von Wettbewerbern vorangetrieben worden, und Apple versuchte noch immer zu beweisen, dass es bei künstlicher Intelligenz relevant sein konnte. Die erste große Veranstaltung des Unternehmens unter seiner Führung würde beide Behauptungen auf die Probe stellen.1
Am Vorabend der Produkteinführung am 9. Sept. waren Huawei und Xiaomi mit neuen Faltgeräten zuvorgekommen, während Faltgeräte in diesem Jahr nur 2,2 % der weltweiten Smartphone-Auslieferungen ausmachten. Huawei hielt fast 80 % des chinesischen Marktes – ein Beleg dafür, dass Apple spät einstieg, statt die Kategorie zu schaffen.2
Am Mittwoch antwortete Apple mit dem iPhone Duo, einem 1.999 Dollar teuren Faltgerät, das im Oktober erscheinen soll. Ternus und Marketingchef Greg Joswiak argumentierten, dass Nachahmung auf durchgesickertem Wissen über Apples Pläne gefolgt sei; Joswiak sagte, Wettbewerber hätten „das Seitenverhältnis“ übernommen, aber nicht das faltbare Display des Duo mit Nanotextur.3 Die Einführung löste zudem eine begeisterte Reaktion auf X von Aravind Srinivas aus, der Apples Aussage verstärkte, das Gerät sei „DÜNN“, „VIELSEITIG“, „ROBUST“ und lasse sich in eine Tasche falten.
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Das gewichtigere Argument lag jedoch jenseits des Handsets. Apple stellte optionale Apple-Watch-Tools, Live Rewind und Siri Recap, vor, die Sprache in der Nähe in einen 15-sekündigen Textausschnitt oder übergeordnete tägliche Notizen verwandeln. Apple sagt, das System speichere weder Roh-Audio noch identifiziere es Sprecher oder bewahre Zusammenfassungen länger als sieben Tage auf, es sei denn, ein Nutzer entscheide sich für deren Speicherung.5
Ternus stellte diese Einschränkungen als gesellschaftliche Verpflichtung dar, nachdem er nach Gegenreaktionen auf KI-„Pervertierten-Brillen“ gefragt worden war. „Wir wollten dies so umsetzen, dass Menschen sich bei der Nutzung wohlfühlen und Menschen in der Umgebung des Nutzers sich mit seiner Existenz wohlfühlen“, sagte er.6 Tom Mainelli von IDC nannte es den Versuch, „eine schmale Grenze“ zwischen Umgebungs-KI und Datenschutz zu beschreiten.5
Diese Grenze ist nun Apples eigentlicher Produkttest. Das Duo bringt das Unternehmen in den Faltgeräte-Wettlauf; die Watch-Funktionen verlangen von Verbrauchern, darauf zu vertrauen, dass Zuhören ohne Aufzeichnung einen bedeutenden Unterschied macht.