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September 14, 2026
Drohnenangriffe zwingen Saudi-Arabien zur Schließung seiner wichtigen Hormus-Umgehung
Saudi-Arabien stellt die Schließung nach Angriffen von irakischem Staatsgebiet als notwendige Sicherheitsmaßnahme dar, während die Schäden unterstreichen, wie der Konflikt selbst die alternativen Ölexportrouten des Königreichs unter Druck setzt.
Saudi-Arabiens Strategie zur Sicherung seiner Ölversorgung wurde auf eine harte neue Probe gestellt, nachdem aus dem Irak gestartete Drohnen die Ost-West-Rohölpipeline trafen, eine wichtige Route, die Exporte am Golf von Hormus vorbeiführen soll.
Die Angriffe trafen das Netz am Donnerstagmorgen in den Regionen Riad und Medina und verursachten nach Angaben der saudischen Regierung Brände, Schäden und mehrere Verletzte.1 Einsatzkräfte wurden entsandt, um die Leitung zu sichern und zu prüfen, ob sie ihren Betrieb gefahrlos fortsetzen konnte. Riad schloss die Pipeline daraufhin am Freitag vorsorglich vorübergehend.
Diese Entscheidung hatte weit über die beschädigte Pumpstation hinaus Gewicht. Die rund 750 Meilen lange Petroline verbindet die östliche Golfküste mit Yanbu am Roten Meer und verfügt über eine Auslegungskapazität von 7 Millionen Barrel pro Tag — ein strategischer Auslass, da die Spannungen zwischen den USA und Iran den Golf von Hormus weiterhin zum Zentrum des Risikos für den Ölmarkt machen.2 Saudi-arabische Vertreter erklärten, sie würden Vergeltungsmaßnahmen vorerst aufschieben und Bagdad Zeit geben, weitere Angriffe von seinem Staatsgebiet aus zu verhindern. Das Energieministerium erklärte: „Über weitere Entwicklungen wird zu gegebener Zeit informiert.“1
Bis Sonntag zeigten Satellitenbilder das physische Ausmaß des Angriffs: durch Feuer beschädigte Gebäude und großflächig geschwärzte Bereiche rund um eine Pumpstation der Pipeline.2 Die Bilder erhärteten die Einschätzung, dass die Schließung mehr als eine symbolische Reaktion war.
Der Vorfall ereignete sich zudem inmitten einer umfassenderen regionalen Zuspitzung. Mit Iran verbündete Gruppen haben ihre Angriffe auf saudische Ziele verstärkt, während Jemens Huthi die Schifffahrt rund um die Meerenge Bab al-Mandab bedrohen. Am Montag stieg Brent-Rohöl auf 108,02 Dollar je Barrel und US-Rohöl näherte sich 103 Dollar, womit sich eine Rally fortsetzte, die von der Befürchtung getrieben wird, dass der Konflikt mehrere Routen zu den Märkten abschneiden könnte.2