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September 16, 2026

Gefälschte Regierungs-E-Mails brachten Revolut dazu, Kundendaten herauszugeben

Revolut stellt den Vorfall als externen Identitätsbetrug und nicht als Einbruch in die eigenen Systeme dar, während Umfang und Sensibilität der offengelegten Daten zeigen, wie schädlich ein überzeugender Betrug mit Regierungs-E-Mails für Kunden sein kann.

Revolut hat bestätigt, dass Betrüger das Fintech-Unternehmen dazu brachten, Kundendaten offenzulegen, indem sie betrügerische Informationsanfragen von der E-Mail-Domain einer legitimen Regierungsbehörde versandten — ein Angriff, der Vertrauen ausnutzte, nicht seine technischen Schutzvorkehrungen.

Der Vorfall wurde am späten Freitag bekannt, als der Krypto-Sicherheitsforscher ZachXBT über eine E-Mail an betroffene Kunden berichtete. Der Forscher sagte, die offensichtlichen Ziele seien vermögende Nutzer gewesen, was die Tragweite dessen erhöhte, was Revolut zunächst als begrenzten Vorfall bezeichnet hatte.

Laut der von TechCrunch geprüften Kundenbenachrichtigung umfassten die offengelegten Unterlagen Identitäts- und Kontaktdaten — Geburtsdaten, Post- und E-Mail-Adressen sowie Telefonnummern — sowie Kopien von Pässen oder Führerscheinen. Revolut warnte, dass auch Verifizierungs-Selfies, Kontoauszüge und Transaktionsverläufe enthalten gewesen sein könnten.

Revolut erklärte, die Anfragen stammten von einem unbefugten Dritten, der die echte Domain einer Regierungsbehörde nutzte. „Revolut hat kürzlich einen raffinierten externen Identitätsbetrug festgestellt, bei dem ein unbefugter Dritter die E-Mail-Domain einer legitimen Regierungsbehörde nutzte, um betrügerische Informationsanfragen einzureichen“, sagte ein Sprecher.

Das Unternehmen erklärte, es habe die betreffende E-Mail-Adresse nach Entdeckung des Betrugs gesperrt, betroffene Kunden kontaktiert und die zuständige Behörde, Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden informiert. Es lehnte es ab, die Behörde zu benennen, mitzuteilen, ob ein einzelner Markt betroffen war, oder eine genaue Opferzahl offenzulegen. Seine zentrale Zusicherung war eindeutig: „Revolut-Systeme und Kundengelder sind nicht betroffen.“

Diese Zusicherung steht neben einer beunruhigenderen Schätzung: Revolut soll Betrügern die Daten von fast 700 Kunden ausgehändigt haben. Für ein Unternehmen mit mehr als 80 Millionen Nutzern und wachsenden Ambitionen im Bankgeschäft ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass ein vertrauenswürdig wirkendes Postfach ebenso folgenreich sein kann wie ein kompromittiertes Netzwerk.