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September 17, 2026
EU will Unter-13-Jährige von sozialen Medien und KI-Chatbots ausschließen
Die sich abzeichnende Position der Europäischen Kommission lautet, dass Online-Schäden für Kinder kein unvermeidlicher Preis des digitalen Lebens sind: Brüssel will strengere Altersgrenzen einführen und zugleich jüngeren Teenagern einen beaufsichtigten Zugang ermöglichen.
Die Europäische Union bereitet sich darauf vor, eine klare Grenze zwischen Kindern und einigen der mächtigsten Plattformen des Internets zu ziehen.
Der vorgeschlagene EU Kids Act, der morgen offiziell vorgestellt werden soll, würde Kindern unter 13 Jahren soziale Medien, Online-Spiele und KI-Chatbots verbieten, bevor die 27 Mitgliedstaaten des Blocks darüber abstimmen.1 Der Plan würde zudem von Eltern begleitete „Mini-Konten“ für 13- bis 15-Jährige schaffen und einen stärker eingeschränkten Zugang zu Online-Diensten bieten, statt für diese Altersgruppe ein vollständiges Verbot zu verhängen.1
Der Vorschlag wird als direkte Herausforderung der Annahme dargestellt, dass Regulierungsbehörden die Reichweite großer Technologieunternehmen nicht wirksam begrenzen können. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, sie verstehe, warum viele Menschen den Einfluss von Big Tech als „überwältigend und unmöglich rückgängig zu machen“ betrachteten, fügte jedoch hinzu: „Ich bin anderer Meinung.“1
Ihr Argument lautet, dass die EU die problematischsten Gestaltungsentscheidungen der Plattformen nicht länger als unvermeidlich behandeln sollte. „Wir müssen süchtig machende Funktionen nicht akzeptieren“, sagte von der Leyen, ebenso wenig müsse Europa hinnehmen, dass Kinder zu „immer extremeren Inhalten“ hingezogen würden.1
Sie verwies zudem auf ein spezifisches Risiko des KI-Zeitalters: Fotos von Mädchen, die zur Erstellung sexualisierter KI-generierter Bilder verwendet werden.1 Aus Brüsseler Sicht ist der Kids Act daher nicht einfach nur eine Maßnahme zur Alterskontrolle. Er ist ein Versuch, die Verantwortung für die Sicherheit von Kindern nicht allein bei den Familien zu belassen, sondern wieder den Unternehmen aufzuerlegen, die digitale Produkte entwickeln, empfehlen und monetarisieren.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es die EU zu einer der entschlossensten Rechtsordnungen machen, die den Zugang von Kindern zu sozialen Plattformen, Gaming-Diensten und dialogorientierter KI begrenzen wollen.