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September 10, 2026

Metas Muse will Ihr Vertrauen, bevor es Ihre Aufgaben übernimmt

Meta präsentiert Muse als praktischen Schritt hin zu „persönlicher Superintelligenz“, entwickelt, um digitale Routinearbeit zu beseitigen, ohne die Kontrolle der Nutzer preiszugeben. Doch je tiefer der Agent in E-Mails, Zahlungen und persönliche Abläufe eindringt, desto stärker wird sein Erfolg davon abhängen, ob Verbraucher glauben, dass Meta schützen kann, was es erfährt.

Vor dem Start: Meta hatte Milliarden ausgegeben, um im KI-Wettlauf wieder Boden gutzumachen, während seine Verbraucherprodukte weiterhin die Spuren von Datenschutzkontroversen und öffentlichkeitswirksamen Fehltritten trugen. Diese Vorgeschichte ist wichtig, denn Muse ist nicht einfach ein weiterer Chatbot: Es wurde dafür entwickelt, innerhalb der Dienste zu agieren, auf die Menschen jeden Tag angewiesen sind.

Dienstag: Meta stellte Muse in den USA als chatbasierten persönlichen Agenten für iOS, Android und das Web vor. Nutzer können ihn bitten, E-Mails zu versenden, Reisen zu buchen, einzukaufen, Formulare auszufüllen und Projekte zu planen; er kann sich außerdem mit Meta-Apps, WhatsApp und Diensten von Drittanbietern verbinden, darunter Gmail, Spotify, Ticketmaster und OpenTable. Zuckerbergs Botschaft war bewusst weit gefasst: Muse „versteht Ihre Ziele und arbeitet rund um die Uhr daran, Dinge für Sie zu erledigen.“

Meta bietet eine kostenlose Stufe sowie die Tarife Power für 20 US-Dollar im Monat und Maximum für 100 US-Dollar im Monat an. KI-Chef Alexandr Wang sagte, die meisten Menschen sollten in der kostenlosen Stufe alles erledigen können, was sie benötigen; Abonnements sollen bei intensiveren Nutzern helfen, die Rechenkosten zu decken. Zuckerberg stellte den Start als Teil eines längerfristigen Vorhabens dar, „mit der Zeit allen“ persönliche Superintelligenz bereitzustellen.

Der Test beginnt jetzt: Meta erklärt, Muse arbeite in einer dedizierten Cloud-virtuellen Maschine und nutze ein separates System namens Sentinel, um zu entscheiden, ob Aktionen erlaubt, blockiert werden oder eine Genehmigung erfordern. Nutzer könnten Lese- und Schreibberechtigungen einschränken, dem Modelltraining widersprechen und schließlich einen vertraulichen Arbeitsbereich nutzen, den selbst Meta nicht einsehen könne.

Doch der Nutzen des Produkts ist untrennbar mit seinem Bedarf an Zugriff verbunden. Muse könnte aus Gesprächen lernen und mit Kalendern, Zahlungs-, Gesundheits-, Smart-Home- und Einkaufsdiensten verknüpft werden; Kritiker des breiteren Agententrends sehen genau in dieser Intimität das Risiko. Metas Versprechen lautet: ein unermüdlicher Assistent. Seine Aufgabe ist es, zu beweisen, dass Komfort nicht zu einem weiteren Kompromiss beim Datenschutz wird.